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2. Die leidvollen Jahre 1933-1951

Der Einfluss der Nationalsozialisten machte sich nach 1933 immer deutlicher, weil der christliche Charakter der Schule zunehmend verdrängt wurde.

So erfolgte die Umbenennung des „Staatlichen katholischen Gymnasiums“ in „Staatliche Oberschule für Jungen“.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste der Schulbetrieb eingeschränkt werden, weil die Wehrmacht sich des Gebäudes zunehmend bemächtigte und es 1944 ganz übernahm und als Kaserne für Luftnachrichtentruppen nutzte.

Ende März 1945 kam der Schulbetrieb gänzlich zum Erliegen.

Am 9. April 1945 besetzten die Amerikaner das Gebäude und auf dem Schulhof und dem Sportplatzgelände kampierten viele deutsche Kriegsgefangene eingezäunt von Stacheldraht unter freiem Himmel.

Am 5. Juli 1945 besetzten die Sowjets das Schulgelände und errichteten dort später ein Umsiedlerlager.

Bis 1951 erlebte die Schule unvorstellbares Leid, da rund zwei Millionen Umsiedler und Hunderttausende entlassene Kriegsgefangene diese als Durchgangslager erlebten.

3. Nach der Rückkehr in das Gebäude am Bahnhof 1952 bis heute

Der Schulbetrieb in Heiligenstadt nach Kriegsende begann am 6. September 1945, an der Oberschule schon am 6.August, aber nicht im Gebäude am Bahnhof, das als Durchgangslager genutzt wurde, sondern im Gebäude des ehemaligen Lyzeums auf dem Berg.

In der Zeit vom 24. bis 26. Januar 1952 erfolgte der Umzug zurück in das Schulgebäude am Bahnhof.

Einschneidende Veränderungen gab es in den Folgejahren. 1958 mussten alle kreisfremden Schüler die Schule verlassen.

1959/1960 entstand im Dachgeschoss der Schule ein Internat. Durch diese Maßnahmen gelang es den Behörden dem Konvikt seine Existenzgrundlage zu entziehen. 

Ab dem 7. Dezember 1959 trug die Schule die Bezeichnung „Zwölfklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule“, danach „Erweiterte Oberschule“.

In den 1960er Jahren gab eine weitere Neuerung: Die Einführung der vollen Berufsausbildung, d.h. drei Wochen Unterricht wurden ergänzt durch eine Woche Berufsausbildung. Mit der Reifeprüfung in der 12. Klasse wurde eine Facharbeiterprüfung abgelegt, z.B. als Mechaniker, Agrotechniker oder Kinderpflegerin.

Durch den Wegfall der Vorbereitungsklassen 1981/82 wurde die Abiturstufe auf die Klassen 11 und 12 reduziert. Etwa 50 Schüler wurden jährlich in drei Parallelklassen bis zur Wende 1989/90 aufgenommen.

Im Jahr 1991 wurde unsere Schule wieder Gymnasium. 45 Lehrkräfte unterrichteten in 26 Klassen mit 650 Schülern der Klassenstufen 5 bis 12.

Seit 8. Juli 1999 heißt die Schule Staatliches Gymnasium "Johann Georg Lingemann". Wenn Sie mehr über Lingemann wissen wollen klicken Sie auf HIER!

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