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Area 47 Ötztal - Östereich

Montag, 15.09.2025
Am Montagmorgen war es endlich so weit: Unsere Klassenfahrt stand bevor. Schon früh am Morgen fuhren wir von Heilbad Heiligenstadt um 6:28 Uhr mit der Deutschen Bahn nach Erfurt. Von dort aus ging es mit dem ICE nach München weiter. Die Aufregung war groß, viele hatten kaum geschlafen, und überall hörte man Kichern und das Klappern der Koffer. Im ICE nach München lernten wir schnell die ersten wichtigen „Reisekompetenzen“: Wer mit 24 Leuten unterwegs ist, muss beim Einsteigen blitzschnell handeln, darf keinen Koffer im Weg stehen lassen und sollte Sitzplätze tauschen können, ohne dass es Stress gibt. Auch die Anzeige im Zug war beeindruckend – manchmal fuhren wir mit über 300 km/h. In München wartete dann unser „Highlight mit Verspätung“: Ein Mädchen, das wir liebevoll „Kofferzuschwer-Mädchen“ nannten, trudelte zu spät ein. Ihre Freundin blieb treu an ihrer Seite, genau in dem Moment fuhr jedoch unser Anschlusszug nach Österreich ab. Die Stimmung war etwas gedrückt. Nach der langen Fahrt hatten sich alle auf ein reibungsloses Weiterkommen gefreut, und nun mussten wir warten und umplanen. Es war stiller als sonst, und man merkte, dass einige etwas genervt waren. Schließlich kam aber ein anderer Zug, und die Reise konnte weitergehen. Mit dem Bus erreichten wir schließlich die Area 47 im Ötztal. Der Name klingt geheimnisvoll, fast wie ein Militärgelände, aber eigentlich liegt das Gelände einfach am 47. Breitengrad. Dort warteten spannende Aktivitäten auf uns: Klettern, Rafting, Wasserrutschen, Sprünge ins kalte Wasser oder der berühmte Mega Swing – Nervenkitzel pur. Nach einer kurzen Einführung mit Regeln und Hinweisen zu unserem Aufenthalt hielt uns nichts mehr. Trotz Müdigkeit stürzten sich viele sofort in die Water Area. Zum Abendessen gab es leckere Burger, die nach diesem langen Tag einfach fantastisch schmeckten. So endete unser Montag voller Aufregung, kleiner Pannen und viel Spaß. Klar war: Am Dienstag würde das Abenteuer erst richtig beginnen.

Dienstag, 16.09.2025
Am Dienstag begann unser Tag um 7:30 Uhr mit einem kräftigen Frühstück. Auf dem Plan stand Rafting. Um 8:45 Uhr fuhren wir los und erhielten dort Neoprenanzüge, Helme, Schwimmwesten und Schuhe, die uns warm und geschützt halten sollten. Anschließend brachte uns ein Bus an den Fluss, wo wir die Boote vorbereiteten. Unsere Klasse wurde auf drei Boote verteilt. Schon beim Tragen der Boote ins Wasser merkten wir, dass es schwerer war als gedacht. Im eiskalten Wasser mussten wir uns erst einmal an die Kälte gewöhnen. Vor dem Start erklärte uns der Guide wichtige Sicherheitsregeln und Kommandos. Wir übten gegenseitiges Retten und Sprünge ins Wasser. Besonders lustig war das Kommando „Tequila“ – dabei mussten wir uns nach hinten fallen lassen und mit dem Kopf ins Wasser tauchen. Beim Rafting durch Stromschnellen kippte ein Boot fast um, und zwischendurch landeten immer wieder Schüler im Wasser. Dabei merkten wir, wie stark die Strömung wirklich war. Ein Mädchen fiel ins Wasser und konnte nur mithilfe eines Seils gerettet werden – aufregend, aber auch gefährlich. Am Abend zurück in der Area 47 gab es Nudeln mit Bolognese oder Tomatensauce. Um 23 Uhr endete ein erlebnisreicher Tag mit der Nachtruhe.

Mittwoch, 17.09.2025
Am Mittwoch wurde die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste startete um neun Uhr mit dem Canyoning, die zweite um 13:30 Uhr. Nach einem gemeinsamen Frühstück erhielten wir in der Outdoor Base Neoprenanzüge, Helme, Socken, Gurte und Sicherungsseile. Anschließend brachte uns ein Bus zu einer 17 Meter hohen Brücke. Unsere Guides, Andreas und Hanuk, erklärten die Regeln und wie man sich im 90-Grad-Winkel korrekt abseilt, Sicherungshaken einsetzt, das Seil festhält und auf die Kommandos der Guides reagiert. Danach begann das Abenteuer: Obwohl alle sehr aufgeregt waren, meisterten wir nacheinander den Einstieg in die Schlucht. Anschließend begann die eigentliche Canyoning-College-Tour in der Schlucht des Nederbachs im vorderen Ötztal und im Kühtai. Anfangs war das Wasser eiskalt, doch nach kurzer Zeit gewöhnte man sich daran. Die Tour führte uns über glitschige Steine und durch starke Wasserströme. Wir kletterten an Felswänden entlang und mussten stets aufpassen, nicht abzurutschen. Besonders aufregend war ein Wasserfall, unter dem wir hindurch mussten – komplett von Kopf bis Fuß durchnässt. Mehrmals ließen wir uns an Felsen abseilen. Im weiteren Verlauf sprangen wir von Vorsprüngen, bis hin zu vier Metern Höhe, ins Wasser. Am Ende erwartete uns eine natürliche Rutsche: Über glatte Steine ging es, dann zwei Meter hinunter, ehe man kurz untertauchte. Viele erschraken dabei, doch das Rutschen bereitete allen viel Spaß. Die Tour war anstrengend, aber auch sehr lustig. Zum Schluss bauten wir kleine Türme aus Steinen – ein Symbol für Teamgeist und Zusammenhalt. Völlig erschöpft, aber glücklich, kehrten beide Gruppen am Abend zurück. Das Erlebnis zeigte uns, wie viel Mut in jedem von uns steckt und dass man oft mehr schaffen kann, als man denkt.

Donnerstag, 18.09.2025
Am Donnerstag, den 18.09.2025, fuhren wir nach dem Frühstück nach Innsbruck, die Hauptstadt Tirols. Dort erwartete uns eine besondere Herausforderung: eine digitale Stadtrallye. Nach der Ankunft teilten wir uns in Gruppen auf und lösten mithilfe einer App verschiedene Aufgaben und Rätsel. Eine digitale Karte zeigte uns den Weg zu den einzelnen Stationen, sodass wir die Altstadt spielerisch erkundeten. Unsere Rallye begann am Goldenen Dachl. Dort erfuhren wir, dass es für Kaiser Maximilian I. gebaut wurde und aus über 2.600 vergoldeten Schindeln besteht. Weitere Stationen waren die Hofkirche mit ihren Bronzefiguren, der Dom St. Jakob und der Theaterbrunnen, an dem wir ein lustiges Gruppenfoto machen mussten. Auch am Hard Rock Café wartete ein kniffliges Rätsel auf uns, bei dem wir den früheren Namen Innsbrucks herausfinden sollten: Altinsprugg, für „Alte Innbrücke). Zwischendurch lernten wir interessante Fakten über die Stadt kennen, zum Beispiel den Dialektgruß „Griass enk!" („Hallo zusammen.“). Außerdem bot sich uns immer wieder ein fantastischer Blick auf die Nordkette, die wie eine steile Wand über der Stadt thront. Am Ende hatten alle Gruppen die Aufgaben erfolgreich gelöst. Manche schneller, manche mit etwas mehr Umwegen. Aber gerade das machte den Reiz aus. Wir mussten zusammenarbeiten, knobeln und genau auf unsere Umgebung achten. Die Rallye machte viel Spaß und ließ uns Innsbruck auf eine interaktive Weise erleben. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Zug zurück ins Ötztal. Nach der Zugfahrt mussten wir noch etwa 45 Minuten zu Fuß zur Unterkunft laufen. Trotz müder Beine nutzten wir den Weg, um über die Rallye zu reden und um uns über die lustigsten Momente auszutauschen. Zum Abendessen gab es Pommes, Hähnchen oder Ofengemüse – genau das Richtige nach so einem aktiven Tag. Den Abschluss bildete unser gemeinsamer Abend am Beachvolleyballplatz. Unter Flutlicht spielten wir noch eine spannende Partie, lachten viel und genossen es, den Tag – und unsere gemeinsame Reise – fröhlich und mit viel Teamgeist ausklingen zu lassen.

Freitag, 19.09.2025
Am Freitag hieß es Abschied nehmen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und mussten erstmal ein bisschen warten bis uns der Bus zum Bahnhof brachte. Danach war die lange Fahrt ruhig, viele nutzten die Zeit zum Schlafen oder Erzählen. Um 21:30 Uhr erreichten wir wieder Heilbad Heiligenstadt – müde, aber voller schöner Erinnerungen an eine unvergessliche Klassenfahrt.

Max Baumann, Emily Arand, Joline Richter, Annalena Thume, Annalena Trümper, Finn Heise und Cruz Adrian Meyer

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