Ich sag: „Linge!" Ihr sagt:„Mann!" - „Lingemann!"
Mit diesem Motivationsruf starteten wir ins Wettbewerbswochenende - und genau so hallte er immer wieder durch Zeulenroda, wenn unser Team unterwegs war.
Schon beim ersten Ruf war klar: Die Heiligenstädter sind angekommen.
Unter dem diesjährigen Motto „Zurück in die Zukunft" trat unser Schulsanitätsdienst am vergangenen Wochenende beim Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes an. Drei Tage voller Teamgeist, Herausforderungen, Lachen und richtig guter Stimmung.
Und wir freuen uns riesig: Unser SSD holte den 2. Platz!
Nachdem das Team am Samstagmorgen aus ihren Feldbetten aufstand und sich beim gemeinsamen Frühstück gestärkt und noch einmal abgesprochen hatte, ging es auf den Parcours. Die Stationen waren so vielfältig wie spannend. Beim Humanitären Völkerrecht erwartete die Teams ein großes Chaosspiel. Zahlen suchen, Codewörter rufen und Fragen zu den Genfer Konventionen beantworten. Alles unter Zeitdruck und mit viel Bewegung. An den Kooperationstationen ging es darum, gemeinsam einen Turm mit einer Art „Angel" zu bauen oder mit nur zwei Schwämmen einen gesamten Eimer mit Wasser des Zeulenrodaer Meers zu befüllen. Hier zeigte sich, wie gut man zusammenarbeiten kann, wenn jeder Handgriff zählt.
Die Erste-Hilfe-Stationen führten die Teilnehmenden aufgrund des diesjährigen Mottos in ganz unterschiedliche Welten. Im „Mittelalter" mussten Bewusstlosigkeit, Verschlucken eines Apfelstückes und eine Kopfplatzwunde durch einen Ritterkampf versorgt werden, während im „Weltall" Armfraktur, Herzinfarkt und eine stark blutende Wunde auf sie warteten. Dazu kam eine Überraschungsstation mit Reanimation. Ein echter Adrenalinkick!
Bei der Station Vielfalt wurde es besonders eindrucksvoll. Jedes Kind schlüpfte in eine andere Perspektive. Etwa blind sein, im Rollstuhl sitzen oder ohne Sprache kommunizieren. Gemeinsam sollten sie eine Rakete bauen, die mithilfe eines Luftballons fliegen konnte. Eine Aufgabe, die nicht nur Kreativität, sondern vor allem Einfühlungsvermögen, Rücksicht und echtes Miteinander verlangte.
Im Rotkreuzwissen wurde es spielerisch. Ein Teammitglied malte Begriffe wie „Verwundete" oder „Krankenwagen", die anderen mussten sie erraten.
Bei der Station zum Thema Gesundheit sollte der Ablauf einer Blutspende korrekt sortiert werden und im Erste-Hilfe-Wissen musste eine Geschichte mit falsch angewendeten Maßnahmen verbessert und richtiggestellt werden.
Zwischendurch bot die Pausenstation genau das, was man brauchte. Hinsetzen, durchatmen, auswerten, Waffeln essen und auf dem Spielplatz kurz die Punktevergabe vergessen, bevor es weiter zur nächsten Station ging.
Auch die Abende waren ein echtes Highlight. Beim T-Shirts-Bemalen konnte jeder kreativ werden, die Kinderdisco brachte Bewegung und gute Laune, alkoholfreie Cocktails sorgten für Sommerfeeling und die Werwolf-Runden wurden zu spannenden Abenden, die bis spät in die Nacht gingen.
Es war ein Wochenende voller Lernen, Lachen und unvergesslicher Momente und wir sind unglaublich stolz auf unsere Jugendrotkreuzler aus Heiligenstadt!!!
Lina Goedecke, 11b
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